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Hallo Frau Klein,

erst einmal wünschen wir Ihnen und ihrer Familie ein gesundes neues Jahr und Sternchen möchte auch ein paar Zeilen schreiben, was sie in den letzten Monaten alles erlebt hat.

Ich bin nun schon über ein Jahr bei meinen Zweibeinern und habe diese beiden voll im Griff. Tägliche Rituale und das tägliche Spielen haben aus mir eine stattliche Dame gemacht, die aber noch immer den Kindercharme nicht verloren hat. Während meine beiden Zweibeiner morgens schon voll in Aktion sind, lege ich mich nach einem kleinen ersten Frühstück gemütlich hin und döse dann noch ein paar Stündchen vor mich hin. Seit der letzten OP, wo mir der Polyp entnommen wurde, geht es mir prächtig. Keine Herzgeräusche mehr, ich bin nicht mehr außer Atem, was man bei meinen Zweibeinern beim Toben nicht sagen kann, und ich habe ordentlich zugelegt. Ich wiege stattliche 4,5 Kilogramm. Der Versuch, mich im letzten Jahr mit in den Garten zu nehmen, ist mehrfach abgebrochen worden. Irgendwie habe ich mich nicht so wohlgefühlt. Es lag wahrscheinlich am kräftigen Wind, der mir gleich um die Nase wehte, als ich aus dem Gartenhaus auf die Terrasse bin. Vielleicht versuche ich es dieses Jahr noch einmal. Irgendwie war es schon interessant, die neue Umgebung zu erkunden und zu beobachten, besonders die vielen Vögel, die so durch den Garten fliegen.

Die Weihnachtszeit ist für mich die schönste Zeit. Der Weihnachtsbaum wurde von mir öfters umdekoriert. Naja, wenn Kugeln dort hängen, wo ich sie nicht mag, müssen sie eben runter. Einmal habe ich es sogar geschaft, den gesamten Baum auf die Seite zu legen. Meine Zweibeiner waren aber nicht böse, auch wenn zwei Weihnachtsbaumkugeln dabei zu Bruch gegangen sind.

Der Jahreswechsel, hmmm, der ist nicht so mein Ding. Ich verstehe nicht, warum die Leute so einen Lärm machen. Nachdem ich mich in den Vortagen mehr oder weniger noch erschrocken habe, hat mich zum großen Feuerwerk und Geknalle dann doch die Neugierde gepackt und ich habe dem bunten Lichtertreiben zugesehen. Im Endeffekt war es dann doch nicht so wild und schlimm und am nächsten Tag habe ich erst einmal einen langen Neujahrsschlaf gemacht.

Noch etwas hat sich bei mir verändert. Die kleinen grauen Härchen auf meinen Kopf und das leicht angehauchte gelbe Fellfleckchen auf meinem Rücken sind mit der Zeit verschwunden. Nun kann ich mich ganz in weiß auf einem weißen Kissen tarnen und niemand sieht mich.

Soweit die kleinen Neuigkeiten von mir. Ich wünsche euch ein gesundes neues Jahr und melde mich demnächst wieder. Bis dahin wird bestimmt noch einiges passieren und ich werde den einen oder anderen Blödsinn verzapfen.

Liebe Grüße Sternchen und die Zweibeiner, die mir halfen, diesen kleinen Brief zu schreiben.

Im Januar 2019

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