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Luna - lebte in Pflegestelle - Ulla Golombek war meine Patin

geb. ca. 2011 - Handicap - trauriges Hundeschicksal aus Rumänien
weibl., gechipt, geimpft

Abschied von Luni:
Als wir Luna 2013 im Alter von ca. 2 Jahren bei uns aufnahmen waren wir erschüttert von ihrem Schicksal und zugleich sehr beeindruckt von dieser so lebensfrohen, liebenswerten Hütehündin. Ihre Geschichte ging nicht nur uns unter die Haut. Luna entkam in letzter Sekunde Schüssen, die auf sie abgefeuert wurden, erlitt schwerste Verletzungen und eine Querschnittslähmung. Bis heute trug, die so liebe Spürnase 70, im CT sichtbare, Schrotkugeln in ihrem Körper, die nicht operativ entfernt werden konnten. Wir taten alles, um Luni wieder auf die Beine zu helfen, ihre Wunden zu heilen, und doch wussten wir, dass das Blei sehr viel Schaden in ihrem Körper anrichten wird und es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis ihr ausgemergelter Körper dem Gift nicht mehr standhalten kann.

Nur eine ließ sich nie etwas anmerken, weder Schmerz, noch Traurigkeit oder fehlenden Lebensmut - Luna kämpfte sich ins Leben zurück. Wir ließen einen Rolli für sie anfertigen, integrierten sie in die Hundegruppe und sahen vielleicht die lebensfrohste Natur, der wir jemals auf unserem Hof ein Zuhause gaben. Luna begleitete uns sogar regelmäßig zu den Hundewanderungen und war mit ihrem Wagen tatsächlich schneller als der ein oder andere Gassigeher unserer schnellsten Maus aus Letschow.

Als dann das Telefon klingelte und Luna´s erstes eigenes Zuhause zum Greifen nah war, standen die Uhren in unserem Verein still. Julia und Ewa aus Koblenz hatte sich in unsere lebensfrohe Maus verliebt und nahm den langen Weg auf sich, um unser kleine schneeweiße Spürnase kennenzulernen. Es funkte sofort und so durfte Luna in ihr neues Zuhause umziehen. Die Freude war nicht nur bei uns riesengroß. Es war Luni´s größtes Geschenk – das erste eigene Zuhause. Trotz ihrer vielen Wehwehchen, dem ständigen Windeln und der eingeschränkten Mobilität oder gerade deshalb wollten Julia und Ewa Luni dieses Leben ermöglichen. Vielen Dank für die vielen schönen Momente, die ihr Luna gegeben habt.

Im Namen von Luna bedanken wir uns bei Julia und Ewa für die Unterstützung und Hilfe! Wir trauern mit Euch und sind Gedanken bei Euch und unseren Erinnerungen an diese einmalige Fellnase!

Liebe Luna, eins ist sicher, wir werden uns wiedersehen!
Wir werden Dich immer in unseren Herzen tragen!

Deine Zweibeiner vom Klein´en Gnadenhof e.V.
Letschow, im März 2017

Luna im Glück:

Als sich bei uns Interessenten für unseren „Rollihund“ Luna meldeten, waren wir sehr überrascht und konnten uns kaum vorstellen, dass unser „Schäfchen“ einmal bei uns ausziehen würde. Da in der Familie bereits zwei kleine Vierbeiner aus dem Tierschutz lebten, wurde kurzerhand ein Termin zum „Beschnüffeln“ vereinbart. Daran hinderte sie auch nicht, dass die Entfernung zu uns fast 700 km betrug.

Am Tag des Kennenlernens waren natürlich auch alle Gassigeher gekommen (die Freude und Neugierde war eben sehr groß) und so konnten wir mit allen Fellnasen gemeinsam eine kleine Hundewanderung unternehmen. Sie haben sich gut verstanden und glücklich umher geschnüffelt. Anschließend ging es dann auf den Gnadenhof zum Kaffee trinken. In gemütlicher Runde wurde viel erzählt, erklärt wie die Windeln zu wechseln sind und Lunchen in ihren Flitzer eingespannt wird. Alle Fragen wurden beantwortet, es blieb nur offen: „Möchtet ihr das wirklich auf Euch nehmen?“.

Nun hieß es Vorbereitungen treffen. Windeln, Kinderbettmatratzen, Decken, erhöhter Futternapf und vieles mehr wurde angeschafft. Und dann war endlich der Tag gekommen, an dem die Fahrt vom Gnadenhof in Richtung Koblenz startete. Selbstverständlich wollten auch wir Lunas neues Zuhause kennenlernen.

Wir hatten Glück, kein Stau, schönes Wetter und Luna machte ihre Windel pünktlich an der Tankstelle voll. Super Timing. Glücklich angekommen brachten wir Luna in ihr neues Heim. Auf der neuen Matratze fühlte sie sich gleich wohl und sie sah aus, als wenn dies schon immer ihr Platz gewesen wäre. Auch die beiden anderen Vierbeiner hatten kein Problem damit, ihr Heim jetzt teilen zu müssen. Nach einer kleinen Stärkung, noch einmal Vorführung Windeln wechseln und in den Flitzer spannen, machten wir uns überglücklich auf den Heimweg.

Ein riesiges Dankeschön an Familie M., dass sie so viel Arbeit und auch Schmutz auf sich nehmen, um der süßen Maus noch mehr Lebensqualität bieten zu können. Danke für Euer großes Herz!

Das Team vom Klein´en Gnadenhof
Letschow, im April 2016

Luna im Februar 2016:

Nicht nur unsere Zweibeiner müssen regelmäßig zum Friseur. Auch unsere Hundedame Luna benötigt die regelmäßige Pflege ihres Fellkleides. Unsere liebe Hundefriseurin Maria entfernte bei einem Besuch das überschüssige Fell und zauberte Luna ein noch schöneres Lächeln ins Gesicht. Und unsere Luna genoss die Rundumbetreuung sichtlich.

Um unserer Luna beim Laufen im Wagen eine bessere Stabilität zu bieten, haben wir einen neuen Hunderolli angeschafft. Wir freuen uns, dass Luna diesen sofort angenommen hat, im Wald über Stock und Stein fegen kann und natürlich sicher ans Ziel kommt. Bei unserer letzten Hundewanderung hat die hübsche Maus die erste große Testfahrt mit ihrem neuen SUV sehr gut gemeistert!

Letschow, im Februar 2016

Luna´s Geschichte:

Was kann einen Menschen dazu bewegen, unzählige Male auf ein wehrloses Tier zu schießen und es dann einfach dem sicheren qualvollen Tod zu überlassen?  Hat dies noch etwas mit „Mensch sein“ zu tun?

Im Januar erhielten wir die Anfrage einer Tierschutzorganisation, ob die Möglichkeit der Unterbringung eines schwer verletzten Hundes, welcher in Deutschland operiert werden sollt, für die Zeit der Nachsorge bis zu seiner Vermittlung bestünde. Wir erklärten uns bereit, dass Tier in der Rostocker Tierklinik untersuchen zu lassen, da dort die Möglichkeit einer CT-Untersuchung gegeben war. Das Ergebnis war erschreckend. Über 70 sichtbare Schrotkugeln steckten im Körper des Tieres, drei von ihnen hatten das Rückenmark im Schulterbereich durchtrennt. Die Diagnose war eindeutig: Querschnittslähmung, eine Operation ist nicht möglich. Vor uns stand nun die Frage der Einschläferung. Denn nicht allein die Lähmung war das Problem, leider hatten sich auch riesige, bis auf die Knochen reichende Liegestellen gebildet. Trotzdem entschieden wir uns dafür, dass Luna eine Chance bekommen sollte.

Nun lebt Luna schon drei Jahre auf dem Gnadenhof und man kann sagen, dass sie ein richtiger Wirbelwind ist. An das Tragen der Windel hat sie sich gewöhnt und lässt auch sonst alle Pflegemaßnahmen gerne über sich ergehen, damit sie mit ihrem Rolli und den anderen Hunden durch Wald und Wiesen oder sogar durch unseren See fegen kann. Doch auch ohne ihren Rolli ist sie blitzschnell. Da sie kein Schmerzempfinden in den Beinen hat, müssen wir darauf achten, dass sie nicht über die Betonwege im Garten fegt, da sie sich dadurch ihre Beine verletzen würde. Leider hält kein Verband bzw. Knieschoner an den gefährdeten Stellen.

Als Hütehundmischling liebt Luna das Leben im Freien, Sommer wie Winter. Oft müssen wir sie im großen Garten suchen, da sie sich wieder einmal unter irgendwelchen Büschen eine „Höhle“ gebaut hat. Natürlich ist sie auch wachsam, wie es sich für einen „Schutzhund“ gehört. Gegenüber Fremden ist sie aufgrund ihrer schlechten Erfahrung mit Menschen etwas misstrauisch, was ihr fehlt ist ein eigenes Zuhause bzw. eine Pflegestelle, wo man mehr Zeit für die kleine Maus aufbringen kann.

Vielleicht gibt es ja irgendwo die Menschen, die einem behinderten Hund eine Chance geben wollen. Gern geben wir natürlich noch weitere Auskünfte über diese liebenswerte, fröhliche Hündin bzw. Sie lernen Luna bei einem Besuch einmal ganz persönlich kennen. Selbstverständlich übernimmt der Verein im Bedarfsfall die Kosten für die Versorgung unserer Powermaus.

Letschow, im Juli 2015

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