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Jake - Meine Paten waren die Kinder des Tanzstudios "Dance"

geb. im Februar 2010, männl., kastriert, gechipt, geimpft

Unser Glücksfellchen im Monat Februar ist Jake. Fast sein ganzes Leben hat er mit uns auf dem Gnadenhof gewohnt. Angefangen mit den Operationen an seinen Sprunggelenken, die vielen Physiotherapiestunden und Stunden in denen wir mit ihm gelitten haben. Wir gaben die Hoffnung nicht auf, dass wir diesem bildhübschen, so lebensfrohen behinderten Notfellchen den Weg in ein besseres Leben ebnen können.

7 Jahre sind nun vergangen und natürlich knüpften viele unserer Besucher, Mitglieder und Freunde des Vereins Kontakt zu dem liebenswerten Rüden. Aber eine Familie hatte sich sofort verliebt und nahm die Herausforderung für ein Leben mit einem behinderten Tier an. So durfte unser Jake in sein erstes richtiges Zuhause einziehen. Jake ist bereits bei uns ausgezogen und wohnt jetzt mit seinem Kumpel Fire bei unserer lieben Inga und ihrem Mann in Bayern! Lieber Jake, wir wünschen Dir von Herzen ein aufregendes, erfülltes und spannendes Leben mit Deinen neuen Hundeeltern!

Die Zweibeiner vom Klein´en Gnadenhof e.V.
Letschow, im Februar 2017

Jake badet im See:

Trotz seiner Behinderung ist unser Jake eine wahre Wasserratte, der es sichtlich genießt im Wasser herumzutollen. Sehen Sie selbst, wir haben Jake bei unserem Ausflug an den See gefilmt:

http://youtu.be/VozFjdVtPmM

 

Letschow, im Juli 2014

Jake´s Geschichte:

Sieht man in dieses süße Hundegesicht, ahnt man gar nicht, welche schlimme Geschichte dahinter steht. Jake wurde als "Fundtier" bei der Polizei abgegeben. Da er nicht in der Lage war zu laufen, vermutete man, dass er Opfer eines Unfalls geworden ist. Er wurde zum Tierarzt gebracht und untersucht. Eine Ursache für seine steifen Hinterläufe konnte man jedoch nicht feststellen. Das Tierheim, in welchem er nunmehr untergebracht werden sollte, bat uns um Hilfe, da man dort weder die Zeit noch die nötigen finanziellen Mittel für die Betreuung eines so pflegebedürftigen Tieres aufbringen kann. Natürlich holten wir dieses hilflose Fellknäul sofort (28.04.2010) zu uns.

Noch am selben Tag stellten wir Jake einem Spezialisten in der Tierklinik vor. Bei einer Computertomographie konnte eine Veränderung an einem Wirbel festgestellt werden. Leider kann man zu deren Ursache nur Vermutungen anstellen, da uns über seine Vergangenheit nichts bekannt ist. Um jede Möglichkeit zu nutzen, ihm ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, ließen wir am 03.05.2010 eine Wirbelsäulen-OP durchführen. Als wir am Abend dieses 03. Mai die erlösende Nachricht erhielten, dass die OP (welche natürlich nicht ohne Risiken war) gut verlaufen ist, waren wir unheimlich glücklich.

Nachdem Jake´s OP-Wunden gut verheilt waren, konnten wir mit der Physiotherapie beginnen. Es war nicht ganz einfach, einen kleinen Wirbelwind über 60 Minuten ruhig und "bei Laune" zu halten, zumal einige Bewegungen für ihn sehr schmerzhaft waren. Dank seiner netten Physiotherapeutin klappte es sehr gut.

Trotz vieler Stunden Physiotherapie war kein großer Fortschritt in seiner Beweglichkeit eingetreten. Jake war es zwar möglich schon längere Strecken zu laufen (es ist mehr ein hoppeln), doch das Aufstehen gelang ihm aufgrund der Länge der Hinterläufe nicht. Durch das Anbringen von Fixateuren sollte die Dehnung der Bänder erfolgen. Das hieß: wieder operieren.

Zwei Wochen nach Anbringen der Fixateure mussten diese aufgrund von Entzündungen der Wundstellen entfernt werden. Wir suchten nach anderen Behandlungsmöglichkeiten. Es wurden Gespräche mit verschiedenen Tierärzten geführt. Auch erfolgt die Behandlung mit homöopathischen Mitteln und Akupunktur für Hunde. Leider ohne Erfolg.

Als letzte Möglichkeit blieb wiederum nur eine Operation. Seine Sprunggelenke sollten mit Hilfe von Implantaten ihren "normalen Winkel" erhalten, so dass die Hinterläufe verkürzt werden und es ihm möglich sein sollte, selbst aufstehen zu können.

Es ist kaum zu glauben, aber kurz nach dieser schweren Operation am linken Hinterlauf und obwohl der rechte Hinterlauf noch wesentlich länger war, gelang es Jake aufzustehen. Bei uns kullerten Freudentränen. Jake humpelte mit seinem Gipsbein glücklich durch den Garten.

Dank der grossen finanziellen Unterstützung aller Spender war es uns im Januar 2010 möglich, Jake intensiv physiotherapeutisch betreuen zu lassen. Wir konnten Jake zwei Wochen im Tierrehacentrum des Dr. Schweda (bekannt durch die VOX-Sendung "Menschen, Tiere und Doktoren") unterbringen.

Die Bilder Nummern 9 bis 12 sprechen für sich. Jake kann alleine aufstehen und "laufen". Dieser liebe und willensstarke Hundemann hat nicht aufgegeben und die schwierigen Eingriffe überstanden. Sein Durchhaltevermögen brachte Jake in ein "besseres" Hundeleben.

 

 

 

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