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Engelchen

geb. ca. November 2010, taub

Unser kleines weißes Engelchen muss wohl mehr als nur einen Schutzengel haben. Wir fanden sie am Abend des 16. Mai 2011 völlig durchnäßt am Straßenrand. Natürlich nahmen wir sie mit nach Hause, da wir ahnten, dass da etwas nicht stimmen kann. Wir trockneten sie erst einmal und gaben diesem kleinen Häufchen Unglück etwas zu fressen. Sie hatte auch guten Appetit und so ließen wir sie dann in Ruhe schlafen.

Wir bemerkten, dass sie schwer zu atmen schien. Am nächsten Morgen stellten wir Engelchen dem Tierarzt vor. Die Diagnose war erschütternd: Zwerchfellriss mit Eintritt der Leber in die Lunge, Lungenriss. Es galt eine Entscheidung zu treffen: Einschläferung oder OP. Bange Stunden vergingen. Dann die fast erlösende Nachricht - Engelchen hat die OP überstanden.

Damit hatte das Warten aber kein Ende. Die Verletzungen waren so schwer, dass erst in ein paar Tagen gesagt werden kann, ob die kleine Maus weiter leben wird oder nicht. Wir hofften von Tag zu Tag. Dann konnten wir unseren Winzling mit nach Hause nehmen. Von Tag zu Tag wurde sie munterer und verspielter. Ihre Schutzengel und das Team der Tierarztpraxis Dr. Winkler haben tolle Arbeit geleistet, wofür wir uns im Namen unseres kleinen Engelchens recht herzlich bedanken. Trotz aller Freude stellen wir uns immer wieder die Frage: Wurde dieses hilflose Wesen auf so grausame Weise ausgesetzt und somit dem sicheren Tod überlassen, bloß weil sie taub ist? War sie es nicht wert, für eine kleine Gebühr in ein Tierheim gebracht zu werden?

Wie grausam und egoistisch können Menschen nur sein!

Engelchen hatte noch einmal großes Glück und liebe Menschen gefunden, die ihr in Rostock ein besonders schönes Zuhause geben wollen.

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