Außer vielen Katzen und Hunden lebten auf dem Gnadenhof eine Ziege, ein Schaf, eine Laufente und ein Ganter.

++ Gerd, der Ganter ++

Ganter Gerd (rechts im Bild) ist die "Wachgans" und muss seine Nase in alles stecken. Der neugierige Gänsemann lebt im großen Garten das Klein'en Gnadenhofs und geht keiner Konfrontation aus dem Wege. Die Gnadenhof-hunde und -katzen haben einen höllischen Respekt vor Ganter Gerd. Und auch Zweibeiner müssen sich vor dem lautstarken "Gänserich" in Acht nehmen.

Wir trauern um Gerd. Heute ist unser Zweibeiner von uns gegangen. Es ging ihm gestern schon sehr schlecht und über Nacht ist er eingeschlafen. Jetzt kann er im Himmel die Hunde ärgern. Aber fehlen tut er auch, es ist sehr still auf dem Hof.


Letschow, den 18.02.2015

++ Ellie, die Ziege ++

Im Alter von 3 Monaten zog Elli bei uns ein. Von Anfang an lebte sie mit den Hunden und Katzen zusammen und begleitete und bei unseren Gassirunden.

Da sie immer mehr ihre Liebe zu Rosen, Koniferen und anderen schönen Gartenpflanzen entdeckte, musste sie in ein eigenes Gehege umziehen. Natürlich sollte sie dort nicht allein leben und so zog Herr Franz bei ihr ein.

Elli konnte eine richtige Zicke sein! Sie neckte mit ihren Hörnern nur zu gern die Hunde, so dass diese bald einen großen Bogen um sie machten. Auch Herr Franz hatte oft nichts zu lachen.

Doch sehr oft brachte sie uns auch zum Lachen. Wenn sie plötzlich auf dem Fensterbrett der Küche stand und uns beim Kochen zuschaute, oder wenn sie sich in den Gartenstuhl setze, auch pflückte sie gerne Kirschen und machte sich mindestens 2 Meter lang.

Ach kleine Elli, dann war plötzlich alles vorbei. Wir fanden dich regungslos im Stall liegen. Nach schönen 12 gemeinsamen Jahren hast du dich einfach auf und davon gemacht.

Nun ist es hier sehr still geworden und wir alle vermissen Dein fröhliches „Gemecker“.

Lebe wohl liebes Zicklein.

++ Herr Franz – der Ziegenbock ++

Da unsere Elli in „Einzelhaft“ umziehen musste, haben wir für sie einen Partner gesucht. Wir fanden dann diesen kastrierten (natürlich wollten wir keinen Nachwuchs) und ruhigen Ziegenbock, der gut zu unserem Energiebündel Elli passte.

Selbstverständlich sollte er, wie jedes Tier bei uns, einen Namen bekommen. Als am nächsten Tag Freunde zu Besuch kamen, unter ihnen war auch Herr Franz, der fast immer schwarz gekleidet war, stand für uns der Name sofort fest. Von nun an hieß der Ziegenbock „Herr Franz“. Lange wusste der richtige Herr Franz nichts davon, nahm es dann aber mit Humor!

Elli und Herr Franz lebten glücklich und zufrieden miteinander. Während unseres Umzuges mussten die beiden zeitweilig auf einem Bauernhof untergebracht werden. Dort legte sich Herr Franz, der um Elli oft einen Bogen machte, mit einem riesigen Bullen an. Seitdem hatte er zwar ein kaputtes Horn aber glücklicherweise keine anderen Verletzungen.

Wir bemerkten dann, dass es ihm gesundheitlich immer schlechter geht. Eine Unterbringung in einer Tierklinik ergab, dass Herr Franz Probleme mit seiner Lunge hat. Nach 2 Wochen stationären Aufenthalt konnten wir ihn wieder zu uns holen. Wir mussten aber daheim noch weitere Inhalationen mit ihm durchführen. Das Ganze war gar nicht so einfach, denn Herr Franz fand das nicht so toll. Aber es ging ihm danach schon viel besser, und das war die Hauptsache. Allerdings wussten wir nun auch, dass seine Zeit doch ziemlich begrenzt sein wird, da er mit dieser Krankheit nicht sehr alt werden könne.

Nach nur 8 Jahren hieß es dann für uns Abschied nehmen. Wir mussten den Tierarzt holen, der ihn von seinem Leiden erlöste.

Lebe wohl und ohne Schmerzen du kleiner Schwarzer.

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